Stock Photography Einkauf

Wer Print- oder Onlinemedien gestalten möchte, kommt heuzutage kaum noch um die Verwendung von Stock Photography herum. Hier ein paar Tipps, worauf man als Käufer achten sollte.

Stock Photography gewinnt immer mehr an Bedeutung, weil sie eine Möglichkeit darstellt, hochwertige Medien mit wenig Aufwand zu erstellen. Will man z.B. einen Flyer gestalten, der das tolle Arbeitsklima in einer Firma anpreisen soll, bietet es sich an ein Foto von ein paar lachenden Menschen in Anzügen in einem Büro zu nutzen. Bevor man jetzt ein Model-Shooting startet, greift man lieber auf Stock Photography zurück. Denn quasi jedes Motiv ist auf mindestens einer der unzähligen Stock-Photography-Seiten im Internet zu finden.

Drei Dinge auf die man beim Einkauf achten sollte:

  1. Niemals, niemals, niemals etwas klauen. Features wie die Google-Bildersuche oder die Vorschau-Funktionen auf SP-Seiten verleiten dazu, sich einfach mal ein Bild zu nehmen und auf der Seite zu verwenden. So ein Wasserzeichen ist mit Photoshop ja schnell entfernt und eine hohe Auflösung braucht man oft ja gar nicht. Tut es nicht! Ihr werdet es bereuen. Manche Fotografen warten regelrecht darauf, dass ihre Bilder geklaut werden, nur um dann mit Urheberrechtsklagen zu wüten, wie die Axt im Walde. Die Schadensersatzansprüche gehen bei einigen hundert Euro los und haben nach oben hin keine Grenzen. Wie die Rechtslage genau aussieht weiß ich nicht. Das gehört zum Job eines Anwalts. Es gibt aber eine Regel, mit der man immer sicher fährt: Solange man ein Bild nicht nachweislich selbst gemacht hat und keine schriftliche Erlaubnis oder Lizenz vom Fotografen selber hat, sollte man die Finger davon lassen.
  2. Preise vergleichen. Fotografen die Stock Photography anbieten, arbeiten in der Regel selbstständig. Und die erste Regel für jede selbstständige Preisberechnung ist, dass man immer soviel verlangt, wie man sich wert ist. Das kann von Fotograf zu Fotograf schonmal unterschiedlich sein :), hat aber oft rein gar nichts mit der Qualität des Bildes zu tun. Der unbekannte Nachbarsjunge schafft es vielleicht mit seiner digitalen SLR ein schöneres Bild einzufangen, als der Star-Fotograf, der seit Jahren im Geschäft ist, und das zweihundertfache für ein Bild verlangt. Preisvergleich ist also ganz wichtig und kann immens Geld einsparen.
  3. Lizenzen lesen. Die meisten Seiten verkaufen verschiedene Lizenzen für ein Foto. Meistens liegt der Unterschied in privater, werbender oder kommerzieller Nutzung. Private Nutzung wäre ein Ausdruck fürs Wohnzimmer. Werbende Nutzung, wäre das Einbringen des Fotos in eine Imagebroschüre oder einen Veranstaltungsflyer. Und kommerzielle Nutzung wäre z.B. die Verwendung des Bildes für ein T-Shirt-Motiv im eigenen T-Shirt-Shop, oder wenn ihr ein Produkt mit Hilfe dieses Fotos gestaltet und verkauft. Lest euch die Lizenzen durch, auch wenn es unschöne juristische Texte sind, und entscheidet euch für die Lizenz die eure Verwendung erlaubt. Wenn ihr nicht sicher seid, fragt beim Fotografen oder Betreiber der SP-Seite nach. Die sagen euch sicherlich gerne, welche Lizenz die richtige ist. Lizenzen beinhalten außerdem wichtige Angaben darüber, wie oft ihr ein Foto verwenden könnt und ob ihr Änderungen an einem Foto vornehmen dürft, um es eurem Design anzupassen.